Neben Kartons packen und Möbeln abbauen wird beim Umzug ein wichtiger Punkt gerne vergessen: die rechtzeitige Ummeldung von Strom, Internet und weiteren Verträgen. Wer hier zu spät handelt, sitzt am Einzugstag schnell ohne Licht oder WLAN in der neuen Wohnung. Für zusätzliche Unterstützung rund um den Umzugstag, etwa bei der Endreinigung der alten Wohnung, ist auch ein Dienstleister wie dieser eine sinnvolle Anlaufstelle. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Verträge Sie beim Umzug im Blick behalten sollten und in welcher Reihenfolge Sie am besten vorgehen.
Inhaltsverzeichnis
- Warum frühzeitige Planung bei Verträgen so wichtig ist
- Strom und Gas: Mitnahme oder Anbieterwechsel
- Internet und Telefon: Rechtzeitig kündigen und neu anmelden
- Weitere Verträge, die Sie nicht vergessen sollten
- Fazit
Warum frühzeitige Planung bei Verträgen so wichtig ist
Viele Anbieter benötigen für die Ummeldung oder den Wechsel an eine neue Adresse mehrere Wochen Vorlauf – besonders bei Internetanschlüssen kann es bei ungünstiger Terminlage sogar zu Wartezeiten von vier bis sechs Wochen kommen. Wer erst kurz vor dem Einzug an diese Themen denkt, riskiert unnötigen Stress und im schlimmsten Fall tage- oder wochenlang keinen Internetanschluss in der neuen Wohnung.
Gerade wer im Homeoffice arbeitet oder beruflich auf eine stabile Internetverbindung angewiesen ist, sollte diesen Punkt besonders ernst nehmen. Ein verspäteter Techniktermin lässt sich zwar selten ganz ausschließen, mit ausreichend Vorlauf sinkt das Risiko jedoch erheblich.
Am besten erstellen Sie schon zwei bis drei Monate vor dem Umzugstermin eine Liste aller laufenden Verträge und klären für jeden einzelnen, ob eine Mitnahme, Kündigung oder ein Neuabschluss am neuen Wohnort nötig ist.
Reihenfolge: Womit Sie zuerst beginnen sollten
Beginnen Sie mit den Verträgen, bei denen die längste Vorlaufzeit üblich ist – meist Internet und Telefon – und arbeiten Sie sich dann zu Strom, Gas und schließlich den kleineren Verträgen vor. So verhindern Sie, dass ausgerechnet die zeitaufwändigsten Punkte erst kurz vor dem Umzug angegangen werden und zum Engpass werden.
Strom und Gas: Mitnahme oder Anbieterwechsel
Bei Strom- und Gasverträgen haben Sie meist die Wahl: Sie können Ihren bestehenden Vertrag an die neue Adresse mitnehmen, sofern der Anbieter dort verfügbar ist, oder direkt zu einem neuen Anbieter wechseln. Ein Vergleich lohnt sich in vielen Fällen, da sich Konditionen je nach Region und Anbieter deutlich unterscheiden können.
Informieren Sie den Anbieter idealerweise vier bis sechs Wochen vor dem Umzug über den geplanten Termin, damit die Ummeldung reibungslos verläuft und keine Versorgungslücke entsteht. Bei einem Wechsel des Anbieters übernimmt der neue Vertragspartner in der Regel die Kündigung des alten Vertrags automatisch, was den Aufwand für Sie zusätzlich verringert.
Zählerstände nicht vergessen
Notieren Sie sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung die Zählerstände für Strom und Gas am Ein- beziehungsweise Auszugstag und melden Sie diese zeitnah dem jeweiligen Anbieter. So vermeiden Sie Streitigkeiten über den Verbrauch und stellen sicher, dass die Abrechnung korrekt erfolgt.
Fotografieren Sie die Zählerstände zusätzlich als Nachweis, idealerweise gemeinsam mit dem Übergabeprotokoll der Wohnung. Sollte es später zu Unstimmigkeiten mit dem Vor- oder Nachmieter kommen, lässt sich der Verbrauch so eindeutig zuordnen.
Internet und Telefon: Rechtzeitig kündigen und neu anmelden
Ein Umzug des Internetanschlusses zählt zu den zeitaufwändigsten Punkten, da hierfür oft ein Techniker vor Ort nötig ist. Informieren Sie Ihren Anbieter frühzeitig über den geplanten Umzugstermin und fragen Sie gezielt nach, ob der bestehende Vertrag an die neue Adresse mitgenommen werden kann oder ob ein neuer Vertrag erforderlich ist.
Klären Sie außerdem, ob am neuen Wohnort überhaupt die gewohnte Anschlussart verfügbar ist – gerade zwischen Neubaugebieten und älteren Bestandsgebäuden gibt es hier teils deutliche Unterschiede bei Kabel-, DSL- oder Glasfaseranschlüssen. Ein früher Anruf beim Vermieter oder der Hausverwaltung gibt oft schon vorab Aufschluss über die vorhandene Infrastruktur.
Sollte Ihr aktueller Anbieter am neuen Standort nicht verfügbar sein, prüfen Sie frühzeitig Alternativen und kündigen Sie den alten Vertrag fristgerecht, um doppelte Kosten zu vermeiden. Eine Zwischenlösung über mobiles Internet kann kurzfristig helfen, falls es zu einer Versorgungslücke kommt.
Rufnummer und E-Mail-Adresse mitnehmen
Bei einem Anbieterwechsel lässt sich die bestehende Festnetznummer in den meisten Fällen portieren, sodass sie auch am neuen Wohnort erhalten bleibt. Prüfen Sie zudem, ob eine an den alten Anbieter gebundene E-Mail-Adresse betroffen ist, und richten Sie rechtzeitig eine unabhängige Adresse ein, falls ein Wechsel ansteht.
Weitere Verträge, die Sie nicht vergessen sollten
Neben Strom, Gas und Internet gibt es weitere Verträge, die eine neue Adresse benötigen: Versicherungen wie Hausrat- oder Haftpflichtversicherung, der Rundfunkbeitrag, Zeitschriften- und Zeitungsabos sowie Mitgliedschaften in Vereinen oder im Fitnessstudio. Auch Bank, Arbeitgeber und gegebenenfalls die Kfz-Zulassungsstelle sollten über die neue Adresse informiert werden.
Prüfen Sie bei der Gelegenheit auch gleich, ob sich durch den Umzug an Ihrer Hausratversicherung etwas ändert – etwa weil sich die Wohnfläche oder das Risiko am neuen Standort unterscheidet. Ein kurzer Anruf beim Versicherer klärt meist schnell, ob eine Anpassung des bestehenden Vertrags nötig ist.
Eine übersichtliche Checkliste hilft dabei, in der Hektik des Umzugs keinen dieser Punkte zu übersehen und spätere Nachfragen oder Mahnungen wegen fehlender Adressänderungen zu vermeiden.
Streaming- und Online-Abos anpassen
Auch wenn Streaming-Dienste und viele Online-Abos meist ortsunabhängig funktionieren, lohnt sich ein kurzer Blick in die Kontoeinstellungen: Bei manchen Anbietern hängen regionale Angebote, Zahlungsdaten oder Rechnungsadressen direkt an der hinterlegten Anschrift und sollten nach dem Umzug entsprechend aktualisiert werden.
Fazit
Mit einer frühzeitigen Liste aller Verträge und ausreichend Vorlaufzeit für Anbieterwechsel verläuft der Umzug in Sachen Strom, Internet und Co. deutlich entspannter. So funktioniert am Einzugstag von Anfang an alles, worauf Sie im Alltag angewiesen sind. Wer zusätzlich die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt, die Nachsendung der Post und die eigentliche Organisation des Umzugstages im Blick behält, hat den bürokratischen Teil des Umzugs mit überschaubarem Aufwand vollständig erledigt.
Wie Sie Ihre Meldeadresse offiziell und fristgerecht ändern, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag zum Ummelden nach dem Umzug in Berlin. Praktische, unabhängige Tipps rund um Verträge und Anbieterwechsel bietet zudem die Verbraucherzentrale. Damit auch Ihre Post zuverlässig ankommt, lohnt sich außerdem ein Blick in unseren Beitrag zum Nachsendeauftrag beim Umzug.
