Beim Ausräumen kommt die Wahrheit ans Licht. Wir erleben es bei Umzügen immer wieder: Der Kleiderschrank wird von der Außenwand gerückt, und dahinter zeigen sich dunkle Flecken. Oder in der neuen Wohnung riecht es im Schlafzimmer ein wenig muffig, was bei der Besichtigung im Sommer niemandem aufgefallen ist. Schimmel ist beim Wohnungswechsel ein häufiges Thema, und zwar in beide Richtungen. Wenn befallene Wände fachgerecht behandelt und neu gestrichen werden müssen, ist ein erfahrener Malerbetrieb aus Berlin der richtige Ansprechpartner.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Schimmel bei der Besichtigung erkennen, was beim Auszug zu beachten ist, welche Gegenstände Sie besser nicht mitnehmen und wie Sie in der neuen Wohnung von Anfang an vorbeugen. Medizinische oder rechtliche Beratung ersetzt dieser Text nicht, er soll Ihnen aber helfen, typische Fehler zu vermeiden.
Inhaltsverzeichnis
Warum Schimmel beim Umzug so oft sichtbar wird
Schimmel wächst dort, wo Feuchtigkeit auf kühle Oberflächen trifft und die Luft nicht zirkuliert. Genau das ist hinter großen Möbeln an Außenwänden der Fall, in Zimmerecken, hinter Heizkörpern und in Fensterlaibungen. Solange der Schrank dort steht, sieht niemand hin. Erst beim Ausräumen wird sichtbar, was sich über Jahre entwickelt hat.
Gerade in Berliner Altbauten mit dicken, aber schlecht gedämmten Außenwänden, alten Kastenfenstern oder feuchten Kellern ist das kein seltenes Phänomen. Aber auch Neubauten sind betroffen, wenn die Baufeuchte noch nicht entwichen ist. Was bei Umzügen in alten Häusern generell zu beachten ist, beschreiben wir in unserem Beitrag zum Umzug im Altbau.
Schimmel bei der Wohnungsbesichtigung erkennen
Eine Besichtigung dauert oft nur wenige Minuten, und die Wohnung ist frisch gestrichen oder voll möbliert. Trotzdem gibt es Hinweise, auf die Sie achten können. Achten Sie auf einen muffigen, erdigen Geruch, besonders in Bad, Schlafzimmer und Abstellräumen. Schauen Sie in Zimmerecken, besonders an Außenwänden und unter der Decke, sowie in Fensterlaibungen und an Silikonfugen im Bad.
Frische Farbe nur an einzelnen Stellen, etwa in einer Ecke oder hinter der Tür, kann ein Hinweis sein, dass dort etwas überdeckt wurde. Beschlagene Fenster und Wasserflecken an der Decke sind weitere Warnzeichen. Fragen Sie den Vermieter oder die Vormieter offen, ob es in der Vergangenheit Feuchtigkeitsprobleme gab. Eine ehrliche Antwort erspart allen Beteiligten später viel Ärger.

Schimmel in der neuen Wohnung: Was jetzt?
Entdecken Sie nach dem Einzug Schimmel, dokumentieren Sie ihn sofort mit Fotos und Datum und zeigen Sie den Mangel schriftlich beim Vermieter an. Warten Sie damit nicht, denn je früher der Mangel gemeldet ist, desto klarer ist, dass er nicht durch Ihr Wohnverhalten entstanden ist. Stellen Sie Möbel vorerst mit Abstand zur betroffenen Wand auf und lüften Sie regelmäßig.
Welche Rechte Mieter bei Schimmel haben, bis hin zu einer möglichen Mietminderung, erklären Mietervereine ausführlich. Eine gute erste Anlaufstelle ist der Deutsche Mieterbund. Wichtig: Minderungen sollten Sie nicht auf eigene Faust vornehmen, ohne sich vorher beraten zu lassen.
Schimmel beim Auszug in der alten Wohnung
Entdecken Sie beim Ausräumen Schimmel in Ihrer alten Wohnung, stellt sich schnell die Frage nach der Verantwortung. Ursache kann ein baulicher Mangel sein, etwa eine Wärmebrücke oder eine undichte Stelle, aber auch mangelndes Lüften und Heizen. Diese Frage lässt sich oft nicht auf den ersten Blick beantworten.
Dokumentieren Sie den Zustand deshalb gründlich mit Fotos und sprechen Sie das Thema vor der Übergabe offen mit dem Vermieter an. Versuchen Sie nicht, die Stelle kurz vor der Abnahme schnell zu überstreichen. Das löst das Problem nicht und kann im Streitfall gegen Sie ausgelegt werden. Wie Sie die Übergabe vorbereiten und was ins Protokoll gehört, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Wohnungsübergabe beim Auszug.
Was darf mit, was besser nicht?
Schimmelsporen haften an Oberflächen und können sich in der neuen Wohnung wieder ausbreiten, wenn die Bedingungen stimmen. Glatte Oberflächen wie lackierte Möbel, Glas, Metall oder Kunststoff lassen sich meist gut reinigen und können mit. Schwieriger ist es bei porösen Materialien: Polstermöbel, Matratzen, Teppiche, Pappe und unbehandeltes Holz, die sichtbar befallen sind, sollten Sie kritisch prüfen und im Zweifel nicht mitnehmen.
Besonders oft betroffen sind Kartons und Textilien aus feuchten Kellern. Packen Sie diese Dinge nicht einfach um, sondern sortieren Sie aus. Was nicht mehr zu retten ist, sollte fachgerecht entsorgt werden. Bei größeren Mengen übernimmt das eine Entrümpelung in Berlin. Verwenden Sie für den Umzug außerdem ausschließlich trockene, saubere Kartons, niemals welche, die lange im Keller gelagert haben.

Auch der Umzugstag selbst spielt eine Rolle. Wenn es regnet, werden Kartons, Teppiche und Polster schnell feucht. Packen Sie solche Dinge in der neuen Wohnung möglichst bald aus und lassen Sie sie trocknen, statt sie wochenlang verschlossen im Abstellraum stehen zu lassen. Feuchte Pappe an einer kühlen Wand ist genau die Kombination, die Schimmel liebt. Gleiches gilt für Waschmaschine und Geschirrspüler: Restwasser im Schlauch oder in der Trommel sollte vor dem Transport abgelassen werden, damit sich kein muffiger Geruch bildet. Und wenn Sie im Winter umziehen, lüften Sie nach dem Einräumen gründlich, denn viele Menschen, offene Türen und nasse Jacken treiben die Luftfeuchtigkeit in kurzer Zeit nach oben. Bei starkem Regen lohnt es sich außerdem, Kartons mit Textilien nicht direkt an Außenwände zu stellen, sondern in die Raummitte, bis sie ausgepackt sind.
Warum einfaches Überstreichen nicht reicht
Normale Wandfarbe überdeckt Schimmel nur optisch. Die Sporen und das Myzel darunter bleiben aktiv, und nach einigen Wochen zeichnen sich die Flecken wieder ab, oft größer als vorher. Eine dauerhafte Lösung beginnt immer mit der Ursache: Woher kommt die Feuchtigkeit? Erst wenn das geklärt ist, lohnt es sich, die Fläche zu behandeln.
Kleine, oberflächliche Stellen lassen sich mit geeigneten Mitteln entfernen. Größere Flächen, befallener Putz oder wiederkehrender Befall gehören in fachkundige Hände. Profis entfernen befallene Schichten, behandeln den Untergrund und verwenden spezielle Farben, die die Neubildung erschweren. Menschen mit Atemwegserkrankungen, Allergien oder geschwächtem Immunsystem sollten Schimmel grundsätzlich nicht selbst entfernen. Verständliche Gesundheitsinformationen bietet das Portal gesundheitsinformation.de.
Von Anfang an vorbeugen
Die beste Zeit für Schimmelvorbeugung ist der Einzug. Stellen Sie Schränke, Sofas und Betten mit einigen Zentimetern Abstand zu Außenwänden auf. Stoßlüften Sie mehrmals täglich für einige Minuten, statt Fenster dauerhaft zu kippen. Heizen Sie alle Räume gleichmäßig, auch wenig genutzte. Und trocknen Sie Wäsche möglichst nicht in Schlafzimmern.
Ein kleines Hygrometer zeigt Ihnen, ob die Luftfeuchtigkeit im grünen Bereich liegt. Gerade in den ersten Wochen nach einem Umzug ist sie oft erhöht, weil nasse Kartons, feuchte Kleidung und viele Menschen in der Wohnung waren. Wer das im Blick behält, hat gute Chancen, dass Schimmel in der neuen Wohnung gar nicht erst ein Thema wird.

Häufige Fragen zu Schimmel beim Umzug
Woran erkenne ich Schimmel bei einer Besichtigung?
An muffigem Geruch, dunklen Flecken in Ecken und Fensterlaibungen, beschlagenen Fenstern und auffällig frisch gestrichenen Einzelstellen.
Was mache ich, wenn ich nach dem Einzug Schimmel entdecke?
Sofort fotografieren und den Mangel schriftlich beim Vermieter anzeigen. Möbel von der betroffenen Wand wegrücken und regelmäßig lüften.
Darf ich Schimmel vor der Wohnungsübergabe überstreichen?
Davon raten wir ab. Überstreichen löst das Problem nicht und kann bei Streitigkeiten nachteilig sein. Besser dokumentieren und offen ansprechen.
Kann ich Möbel mit Schimmel mitnehmen?
Glatte, gereinigte Oberflächen meist ja. Sichtbar befallene Polster, Matratzen, Teppiche und Kartons sollten Sie kritisch prüfen und im Zweifel entsorgen.
Wann sollte ein Fachbetrieb den Schimmel entfernen?
Bei größeren Flächen, befallenem Putz, wiederkehrendem Befall oder wenn Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen in der Wohnung leben.
Wer zahlt die Schimmelbeseitigung?
Das hängt von der Ursache ab. Bei baulichen Mängeln ist meist der Vermieter zuständig, bei falschem Wohnverhalten kann der Mieter haften.
Wie verhindere ich Schimmel in der neuen Wohnung?
Mit regelmäßigem Stoßlüften, gleichmäßigem Heizen und etwas Abstand zwischen Möbeln und Außenwänden.
Welche Kartons eignen sich für den Umzug?
Nur trockene, saubere Kartons. Kartons, die lange in einem feuchten Keller standen, können Sporen enthalten und sollten nicht verwendet werden.
Fazit: Hinschauen lohnt sich
Ein Umzug ist die beste Gelegenheit, Schimmel zu erkennen und das Problem an der Wurzel zu packen. Wer bei der Besichtigung genau hinschaut, Mängel dokumentiert, befallene Gegenstände aussortiert und in der neuen Wohnung richtig lüftet und heizt, startet gesund in das neue Zuhause. Wir unterstützen Sie gern beim Umzug und beim Aussortieren, sprechen Sie uns einfach an.

